Home
AKTUELL ODER LAUFEND: Dieser Seite entnehmen Sie sowohl aktuelle Termine laufender Projekte, als auch generelle Informationen von Arbeiten, die immer wieder erweitert und neu präsentiert werden.
Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, Inszenierungen und Interventionen im Rahmen von Ausstellungen
Filme, die von uns produziert wurden
Filmvorführungen im Rahmen von Ausstellungen oder Festivals
Inszenierungen und Interventionen im öffentlichen Raum sowie Umsetzungen im architektonischen Bereich
Performances und Konzerte unserer Veranstaltungen oder auf Einladung zu anderen Festivals
Angelo, heißt eigentlich Edmond ...
„aufhänger – eine begehbare Zeichnung. Manchmal ist ein Zufall einer Wahrnehmung ausschlaggebend für eine Idee. Manchmal eine Leerstelle, ein Fehlen von herkömmlichen Mitteln. Wie wir Räumlichkeit wahrnehmen, entscheiden Licht, Farben, Linien. Doch unser Blick ist nicht frei. Er hängt ab vom Alltag, den Gegenständen, die uns Halt geben, nicht zuletzt von dem, was wir tragen. aufhänger heißt die Rauminstallation von Bele Marx & Gilles Mussard und zeigt ein Skelett von silberfarbenen Drahtkleiderbügeln, deren Schatten abstrakte Linienstrukturen an die Wand werfen. Die fragile Konstruktion verzerrt den Raum und lässt den Blick ins Leere laufen. Die Linien zu entwirren ist unmöglich, doch ihr Zusammenhang ist Aufhänger für eigene Ideen, Bilder, Räume abseits des Gebrauchswertes.“ Elvira M. Gross.
CROSS BORDERS 2015 - weltweiter gewaltfreier Protest. Ein von uns auf Einladung von masc/39 dada initiiertes Festival von 10.–25. April 2015. Mit EVERYDAY REBELLION, die Ausstellung zum Film in Kooperation mit den Riahi Brothers (Aut/Ira) in der Kunsttankstelle Ottakring, künstlerischen Interventionen von Aljoscha (Ukr), Canan Dagdelen (Aut/Tur) Sedef Hatapkapulu (Aut/Tur), Branka Kuzmanovic (Srb) Bele Marx & Gilles Mussard (Aut/Fra), Gezi: The Beginning (Tur) und Salon Arno Schmid in der masc/39 dada, Olivia Wimmer (Aut) bei den Säulen der Erinnerung am Yppenplatz und BaBa ZuLa in der Brunnenpassage. Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen begleiteten das Festival. Die Anschläge auf charlie hebdo und den jüdischen Supermarkt in Paris waren uns Anlass dieses Festival zu organisieren, gewaltfreie Wege des Protests aufzuzeigen und sich länderübergreifend zusammenzuschliessen.
heimat–made in schlins, ein festiver filmdrehtag. Festiver Filmdrehtag, Experimentalfilm, Performance und Ausstellung. Ein erweiterter Kunst und Bau-Auftrag des Landes Vorarlberg. Zwei Monate lang haben wir gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen der Paedakoop Schlins an einem künstlerischen Projekt gearbeitet. Die Arbeit dieser beiden Monate – wir schrieben mit den Kids ein Drehbuch, entwarfen Kulissen, teilten die Akteure ein … – mündete in einen „festiven Drehtag“ auf der Burgruine Jagdberg. Ateliers wurden gebildet, für Performance, Kulisse, Zeichnen, Maske, Drehbuch, Akrobatik. Die MitarbeiterInnen der Paedakoop und die am Jagdberg ansässigen Flüchtlingsfamilien wurden aktiv miteingebunden. Befreundete, unterstützende KünstlerInnen bereicherten das Projekt zusätzlich. Entstanden sind wunderbare Bilder und Szenen für eine Ausstellung, Performances und Experimentalfilme, die zu einem langen Experimentalfilm zusammengesetzt werden können und die Vorstellungen von Heimat aufs Korn nimmt, mit den Vorurteilen spielt und doch eine Antwort gibt auf das, was uns möglicherweise resilient macht. Seit Oktober 2017 werden Arbeiten aus diesem Projekt, wie Zeichnungen, Kurzfilmsequenzen, Performances und vieles mehr in Ausstellungen und Festivals gezeigt. Das Projekt wird laufend erweitert.
homo modernus. Ein Pamphlet über den Menschen. Um mit der Tierhaftigkeit des Menschen endlich abzuschließen, ist es erforderlich zuallererst dem Rudiment der Körperbehaarung ein längst fälliges Ende zu bereiten: die primitiven Instinkte des Homo sapiens (sapiens) sollen mit allen Mitteln einer blanken Reflektiertheit des Homo modernus weichen. Der moderne Mensch als beständig nach Absolutheit Suchender, ist in seiner schöpfungszentralen Herrlichkeit und in all seinen Abwegigkeiten ein Revolutionär in der Gattung der Hominini. Zum Bösen wie zum Guten fähig, zeichnet er sich durch Irrationalität und Stumpfsinn ebenso wie durch präzise Erkenntnisse und fortschreitende Differenzierung aus. Erfolgreich im Einsatz für eine Verlängerung seiner Lebenserwartung, vergeudet der Homo modernus seine Zeit mit Realitätsverweigerung und Maskierung. Bis zum Verschwinden jeglicher Züge an seinem Aussehen feilend, wird er zum Sklaven seiner selbst im beständigen Kampf gegen die Spuren der Zeit: die Ewigkeit hat es ihm angetan. In einem Sinnlabyrinth zwischen Wahrheitstheorien, Wissenschaften, Religionen, Kunst, Sportwagenästhetik und Schönheitscremes verirrt, ist eine erste Analyse des Homo modernus hoch an der Zeit. Die klassische Rollenverteilung von Jagen = Männer, Sammeln = Frauen funktioniert bekanntlich in den letzten Jahrtausenden immer weniger und ursprüngliche Funktionen Mannes werden zunehmend obsolet, ja museal. Daher wird der Frau in dieser unbehaglichen Analyse die Rolle der Expertin übertragen, während der Mann als Anschauungsmaterial Objektstatus genießt. Diese Wanderausstellung versteht sich als Work in Progress und entwickelt sich in Begleitung von eingeladenen ExpertInnen, WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen, die an den jeweiligen Orten die Gesamtinstallation teilnehmend bereichern werden.
Die "Poetischen Interventionen" gegen den Verkauf des Palais Clam-Gallas ist ein von Bele Marx & Gilles Mussard im Rahmen des künstlerischen Projekts "aufhänger "organisiertes Festival im Park des Palais Clam-Gallas, das den Eigentümern die vielseitige Verwendung des Parks und seiner Gebäude vor Augen führen sollte, und das nicht um des Projektes willen, sondern mit der Absicht die Eigentümer zu bewegen ihre Verkaufsabsichten zu überdenken.
Die Transformationsprozesse der Gesellschaft spiegeln sich auch im (Wieder)Aufstieg nationalistischer oder gar rassistischer Propaganda wider. Mit dieser aktuellen Beobachtung verbindet sich die Frage nach der Geschichte des Nationalismus und Rassismus. An der Universität Wien konnten wir in den Jahren 2003 bis heute insgesamt vier Denkmäler zum Thema Nationalsozialismus realisieren: "Kontroverse Siegfriedskopf" (2003–2006), "Nobelpreis und Universität Wien–Gruppenbild mit Fragezeichen" (2003–2006), "Rektorenfasten–ins licht gerückt" (2015–2017), "Tabula rasa? Gedächtnis und Tafel – was bleibt?" (2018). Informationen zu diesen Arbeiten werden von couscous & cookies produziert und in Ausstellungen oder dem öffentlichen Raum präsentiert:

Zwergelgartenpavillon im Mirabellgarten

Project Description

Wo Göttinnen entstehen – Les dieux en chantier*

begleitende Ausstellung von Bele Marx & Gilles Mussard zu ihrem Kunst-am-Bau-Auftrag im Paracelsus Bad & Kurhaus der Stadt Salzburg

Das Kunstwerk, das sich über mehrere Geschosse im von den Architekten Berger+Parkkinen neu errichteten Paracelsus Bad & Kurhaus erstreckt, ist zum Zeitpunkt der Ausstellungseröffnung noch nicht fertig realisiert, sondern befindet sich in der letzten Phase der Umsetzung. Am letzten Tag der Ausstellung, der Finissage, wird gleichzeitig das Kunst-am-Bau-Werk eröffnet bzw. präsentiert.

 

Ausstellungseröffnung: 4.9. 2019, 19 Uhr
Dauer: 5.9.–12.10. 2019

Begrüßung: Mag.a Tröger-Gordon, Leiterin der Kulturabteilung
Eröffnung: Bernhard Auinger, Bürgermeisterstellvertreter der Stadt Salzburg
Einführung: Nikolaus Kohlberger, Stadtgalerien Salzburg

Finissage: 12.10.2019 – Treffpunkt 14 Uhr beim Kassenbereich des Paracelsus Bad & Kurhaus
anlässlich der Begehung des Kunst-am-Bau-Werkes durch Dr. Barbara Wally.
Anschließend laden wir zum Umtrunk in die Stadtgalerie Zwergelgarten.

Motiv im Erdgeschoß Paracelsus Bad & Kurhaus

 

Ausstellungsansichten:

            

alle Bilder und Fotos © Bele Marx & Gilles Mussard

mehr Ansichten auf fb

 

Stadtgalerie Zwergelgarten
Zwergelgartenpavillon im Mirabellgarten
5024 Salzburg
Webseite Zwergelgartenpavillon
Tel: 0662 8072 3453

Öffnungszeiten: Mo–Fr 14–18
An Sonn- und Feiertagen geschlossen.

Folgen Sie uns auf facebook.com/StadtgalerienSalzburg

 

Information zur Ausstellung

Die Ausstellung im Zwergelgartenpavillon widmet sich den Skizzen und Recherchearbeiten der künstlerischen Ausgestaltung des neuen Paracelsus Bad & Kurhauses durch Bele Marx & Gilles Mussard.

Das Kunstwerk, das sich über mehrere Geschosse im von den Architekten Berger+Parkkinen neu errichteten Paracelsus Bad & Kurhaus erstrecken wird, ist zum Zeitpunkt der Ausstellungseröffnung noch nicht fertig realisiert, sondern befindet sich in der letzten Phase der Umsetzung. So versteht sich die Ausstellung als selbständiges, vom Kunst am Bau Auftrag unabhängiges Projekt, das den inhaltlichen Referenzrahmen sichtbar macht bis hin zum Topos der „Baustelle“.

Als ein work in progress, werden aber auch die Veränderungen, die sich während der Installation des Kunstwerks ergeben in die Ausstellung aufgenommen und sichtbar gemacht. Für die Gestaltung bedeutet das ein Mitdenken und Einbeziehen von Veränderungen im Präsentieren, die sich erst in der Zeit nach der Eröffnung zeigen werden. Der Betrachter wird quasi live die Möglichkeit haben, die Entstehung des Kunstwerks mitzuvollziehen.

Über ein Jahr haben die beiden Künstler zum Thema Körper geforscht und experimentiert. Für ihre Recherche waren experimenteller Tanz und Schauspiel, kleinste Bewegungen im Bereich der physischen Körperarbeit (Gilles Mussard ist Schüler von Marcel Marceau) und Körpermalerei (Bele Marx, in Salzburg geboren, Studium bei Maria Lassnig in Wien) grundlegend. 

Die Lichtsituation, das von oben ins und durch das Gebäude strömende Licht war ausschlaggebend für Bele Marx & Gilles Mussard, sich mit dem Thema der Götter zu konzentrieren. Es sind Ausschnitte von Körperpartien in den einzelnen Stockwerken zu sehen, so als würden Göttinnen und Götter im Paracelsus Bad stehen und sich unterhalten.

Die Basis für die Bildumsetzung bilden mit Spezialkameras aufgenommene Fotografien. Die Motive werden vorerst am Computer bearbeitet, diese Bilddaten werden in einem weiteren Schritt in verarbeitungsfähige Punktwolken gewandelt um sie nachher mittels Laser in den Glaskörper einzuarbeiten. Aufgrund der hohen Präzision und Detailgenauigkeit der technischen Umsetzung ist ein Arbeiten auf höchstem Niveau gefordert, das möglicherweise an die Grenzen des Machbaren stoßen wird. 

Im EG beginnend mit den Füßen, vervollständigen sich die Körper ausgenommen der Partien, die durch die Zwischendecken verschluckt werden, in den weiteren Geschossen, bis ihre Köpfe auf der obersten Ebene der Schwimmbecken von der einströmenden Lichtquelle, dem göttlichen Licht erfasst werden. Aufgrund der bildimmanenten Positionsverschiebungen in den unterschiedlichen Stockwerken und der technischen Umsetzung ergeben sich auf der inhaltlichen Ebene Dimensions- sowie, Zeit- und Raumverschiebungen, dabei verschieben sich auch die Körperhaltungen in den Stockwerken jeweils ein wenig.

Durch Veränderung der Stellungen von Armen, Beinen und Füßen verändert sich das Bild geringfügig, die Göttinnen scheinen zu gestikulieren und zu kommunizieren. Diese feinen Bewegungen sind der menschlichen Kommunikation nachempfunden. 

Das gesamte Kunstwerk wird in Teilen an architektonisch markanten und tragenden Elementen montiert und so ein integraler Bestandteil der Architektur. 

Die Götter bilden die Brücke zum Garten und zur Stadt, sie holen die BewohnerInnen aus der Alltagswelt ab. Sie legen aber auch bewusst den Fokus auf den Körper mit all seiner Individualität und dem Aspekt des Ganz- und Heilwerdens. 

Denn „Die Götter weilen lange unter uns, Als Paracelsus in Salzburg an einer Quecksilbervergiftung starb, holte Mercur ihn in den Göttinnenhimmel. Er fühlte sich mitverantwortlich, die Mercurische Krankheit interessierte ihn, überhaupt waren Paracelsus‘ Schriften gerade in Mode. Doch da es im Himmel nichts zu heilen gab, stiegen die Götter hinab auf die Erde, um sich hier einzurichten.: Eine lange Weile suchten sie nach einem geeigneten Ort, wo Körper und Geist im „Lichte der Natur“ vereint wären, hylozoistisch, ganz im Sinne belebter Materie, im Strom der Zeit schwimmend. Die Götter verweilten, sie weilten lange, und ihr Anwesen im Bade wurde ihnen bis heute nicht fade.“ Elvira M. Gross

 

Projektdossier
Pressartikel zur begleitenden Ausstellung
Download Einladung
link zum Kunst-am-Bau-Auftrag

 

* Wo Göttinnen entstehen – Les dieux en chantier
Götter auf der Baustelle, zugleich Götter im Bau bedeutet der franzöische Ausdruck Les dieux en chantier, der ausgesprochen auch etwas Magisches andeutet – denn enchanté(e) heißt sowohl hocherfreut (bei der Begrüßung) als auch verzaubert, zauberhaft (wie bei der Flûte enchantée/ der Zauberflöte von Mozart). Wo Göttinnen entstehen wiederum spielt auf die Konstruktion, aber auch auf die Geburt von Kunst an sich an – wie bei Boticellis berühmtem Bild Die Geburt der Venus. Elvira M. Gross

Nach oben