forbidden fruit

Project Description

 

eine von Hannah Feigl initiierte und kuratierte Ausstellung in den SOHO STUDIOS im Sandleitenhof.

 

Mit Fatih Aydoğdu (Fazz Moon), Clairerose Barbier, Johanna Freise, Sedef Hatapkapulu, Behruz Heschmat, Paul Horn, Petra Hudcova, Aistė Kirvelytė, Demis Martinelli, Mara Mattuschka, Bele Marx Gilles Mussard, Janos Szurcsik, Elisabeth Tambwe, Gerlinde Thuma und Annette Wirtz.

 

Ort: Kunstlabor der Soho Studios im Sandleitenhof,
Liebknechtgasse 32, 1160 Wien

Eröffnung: 18.11.2021, 18 Uhr

Ausstellungsdauer: 19.–21.11.2021
Wegen des Lockdowns wurde die Ausstellung am 22.11. 2021 geschlossen und war 3 Tage zu sehen.

 

PROJEKTDOSSIER (work in progress)

 

 (…) Da sprach die Schlange zur Frau: 
Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, 
sondern Gott weiß: 
an dem Tage, da ihr davon esst, 
werden eure Augen aufgetan, 
und ihr werdet sein wie Gott 
und wissen, was gut und böse ist. (…) 

(1.Mose 3) 

          

 

Der Titel erinnert an das Verbot in der Bibel in dem Gott sagt: „Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen“ (Gen 1, 16-17) und weckt dadurch Assoziationen zum Paradies bzw. zum verlorenen Paradies.

 

   

 

Das Thema „forbidden fruit“ kreist sowohl um das friedliche und unschuldige Zusammenleben der Menschheit an sich, als auch um das Gegenteil dessen. Um Bibelmetaphern zu verwenden: Garten Eden versus Sodom und Gomorrha. Die verbotene Frucht gilt sowohl als das Symbol der verlorenen Unschuld (… Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren … Mose 1./3) als auch der Erkenntnis von gut und böse (… Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! … Mose 1./3) und um zu verhindern, dass er das ewige Leben gewinnt, wird er verbannt und muss von nun an sein Leben in Mühsal fristen.

Das Paradies als Sehnsuchtsort friedlichen und freien Zusammenlebens, ein Wunschtraum angesichts der Realität der Welt.

 

 

Den Künstler*innen wird uneingeschränkte Freiheit der Interpretation gelassen.

Mit der Eroberung der Freiheit (sei es auf emotionalem, sexuellen, politischen, künstlerischen Gebiet) tun sich auch Abgründe auf  …

Sowohl die sexuellen Phantasien des italienischen Bildhauers und Fotokünstlers Demis Martinelli werden in der Ausstellung „forbidden fruit“ gezeigt, als auch die spielerisch erotischen Arbeiten der französischen Künstlerin Claire Barbier. Dem gegenüber Häuser mit Stahlspitzen als lebensfeindlichen Szenarien des österreichisch/iranischen Bildhauers Behruz Heschmat und grotesk verzerrte Selbstdarstellungen der Künstlerin Mara Mattuschka, um nur einige zu nennen.

 

 

Menschen aus allen Teilen der Welt, die in Achtung, Liebe und Respekt zueinander verbunden sind, scheint ein „paradiesischer“ Urzustand. Jedoch heute im 2. Jahr der Pandemie, hervorgerufen durch den Virus COVID-19, wissen wir wie fragil unsere Freiheit ist und offene Grenzen nicht selbstverständlich sind, und ein friedliches Zusammenleben in einer Welt ohne Grenzen rückt umso mehr in weite Ferne.

 

 

Ob jetzt die verbotenen Früchte zur Erkenntnis führen, zur Vertreibung aus dem Paradies, wir unsere verlorene Unschuld betrauern, Laster und Ausschweifung zelebrieren oder das ewige Leben ersehnen … das Thema regt die Phantasie an und eröffnet ein großes Spektrum an Interpretationen.

 

Hannah Feigl

 

         

 

Mitarbeit:
Paul Horn (Ausstellungsgestaltung, sowie Auf- und Abbau der Ausstellung)
Radan Lujic, 
Osvaldo Alvarez

Transport:
Franz Semmler, www.movingmen.at

Mitarbeit (ehrenamtlich):
Sedef Hatapkapulu (Organisation, künstlerische Beratung)

Bele Marx & Gilles Mussard // couscous & cookies, verein für elastische poesie
(Mitarbeit Auf- und Abbau, Organisatorische Beratung, Fotografie, Filmaufnahmen, Online-Katalog/PDF)

Fatih Aydoğdu (Mitarbeit Auf- und Abbau)
Claire Barbier  (Mitarbeit Auf- und Abbau)
Petra Hudcova (Mitarbeit Auf- und Abbau)
Elisabeth Tambwe (Mitarbeit Auf- und Abbau)
Mara Mattuschka (Mitarbeit Auf- und Abbau, Filmschnitt) und
Annette Wirtz (Mitarbeit Auf- und Abbau)

Einladungskarte und Plakat: 
Eveline Wiebach, liga–graphic design, liga.co.at (Grafik und Gestaltung)
Abbild: © Claire Barbier, „11. Liebkosung“, Öl auf Ginkgoblatt, 2020

 

 

 

links

Projektdossier (work in progress)

Soho in Ottakring / Sandleitenhof

 

Künstler*innen

Fatih Aydoğdu (A/TUR)
Claire Barbier (F)
Hannah Feigl (A)
Johanna Freise (D)
Sedef Hatapkapulu (A/TUR)
Behruz Heschmat (A/IRN)
Paul Horn (A)
Petra Hudcova (CZE)
Aistė Kirvelytė (LT)
Demis Martinelli (I)
Mara Mattuschka (A/BGR)
Bele Marx & Gilles Mussard (A/F)
Janos Szurcsik (A/HUN)
Elisabeth Tambwe (A/F/DR Kongo)
Gerlinde Thuma (A)
Annette Wirtz (D)

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